Aktuelle Ausstellung
unknown ground

Joachim Ramin

21. Januar 2022 bis 20. Februar 2022
Ausstellungsbeginn: Freitag, 21. Januar 2022, 19.00 Uhr
Ausstellungsende: Sonntag, 20. Februar 2022, 18.00 Uhr

Die lichtbasierte, installative Ausstellung ist durch die großen Schaufenster des Kunstverein Neukölln zu sehen. Bei geschlossener Tür freuen wir uns auf Ihren Besuch!

Postkarte "unknown ground", Vorderseite: Joachim Ramin

Postkarte "unknown ground", Vorderseite: Joachim Ramin

Joachim Ramin zeigt Arbeiten vom Beginn einer Serie über „unknown ground“ – den verlorenen und unbekannten Boden.

Beginnend mit der Untersuchung eines spezifischen Ortes – dem eigenen, geographisch nächsten und doch oft unbeachteten – werden neben der Erkundung der ursprünglichen Eigenschaften durch die bewusste Transformation der Struktur und der Beschaffenheit, der Sichtbarmachung von Fehlstellen sowie der Loslösung aus dem Kontext, in weiterer Folge differenzierter Wahrnehmungen die tieferen Bedeutungen und Zusammenhänge wie Identität und Vertrautheit, Vereinnahmung und Simplifizierungen des Begriffes Boden betrachtet.


Doch auch die Erforschung/die Erkundung ist nur ein Zeitabschnitt in der fortlaufenden Entwicklung und Veränderung. So werden durch das Sichern und Festhalten eines Zustandes auch
Vergänglichkeit und Erinnerung und deren verbleibenden Spuren zu Bestandteilen der Objekte.

Joachim Ramin ist auf der Suche nach dem unsichtbaren und den verdeckten Informationen. Er fragmentiert das Sichtbare, verdeckt das Offensichtliche und das Gewohnte – verändert die Form, die Farbe/das Licht, das Material und löst es aus dem Zusammenhang. Übersteigert, verfremdet oder dupliziert findet er zurück
zur ursprünglichen Form und eigentlicher Bedeutung – oder zu neuen Formen, Sichtweisen und Zusammenhängen.

Hierbei geht es ihm um die sich hierdurch verändernde Wahrnehmung und das Erkennen oder die Bestimmung und das Präzisieren der eigenen Position und Sichtweise (des Betrachters) im Verhältnis zum jeweiligen Thema und Objekt:
Abstrakt im virtuellen oder vermeintlich realen Raum oder der eigene Standpunkt innerhalb der gesellschaftlichen Situation und deren komplexen Zusammenhängen.

„Die Arbeiten entstehen wie bereits in meiner Kindheit: ich zerlege und setze neu zusammen, stelle und baue die Dinge und Erlebnisse nach, um sie so zu überdenken und zu verstehen“.
Die Abstraktion und auch die damit einhergehende Gestaltung des Objektes entwickelt in der Arbeit daran ein Eigenleben und führt so neben dem Erfassen und Verstehen des Objektes und des Themas zu Skulpturen mit den versteckten Informationen, Aussagen und Bedeutungen.


Kuratiert von Barbara Duisberg